
POETRY SLAM MAINZ // DO 14.06.2012 // EINLASS 19:30 Uhr
Mit dabei sind diesmal u.a. die Poeten/Innen:
der amtierende National-Slam-Champion Nektarios Vlachopoulos (Mannheim), Julian Heun (Berlin), die U20 Slam Championesse Fatima Moumuni (Zürich), Hanz (Ludwigsburg), Philipp Herold (Heidelberg), Eva Stepkes (Mainz) und Hazel Brugger (Zürich).
Musikalischer Gast ist die fantastische Dagmar Schönleber!!!
Dagmar Schönleber ist am Tag drauf, am Freitag nochmals zu bestaunen. Da gibt sie in der Dorett Bar ab 20 Uhr ihr Solo-Programm zum Besten! —> LINK zur Facebook Veranstaltung

Karten gibt es zu den regulären Öffnungszeiten im Büro des KUZ (www.kuz.de).
Ihr wollt gerne ein Projekt umsetzen und euch fehlt das Geld? Vielleicht finden es aber andere so geil, dass sie bereit sind euch finanziell zu unterstützen.
Genau für diese Situation haben sich in den letzten Jahren einige Plattformen im Internet gebildet. Alex Boerger probiert das gerade mit seinem Podcast über alte und neue Medienrevolutionäre aus:
http://startnext.de/gutenberg und http://alexboerger.de/gutenberg2012
Bei diesem Workshop wird er euch erst einen Überblick über das Crowdfunding geben und dann anhand seines Projekts erste Erfahrungen mit euch teilen.
Ziel wäre es, dass Ihr nach dem Workshop sofort loslegen könnt, um eure eigenen Projekte zu finanzieren.
Es wäre toll wenn sich daraus langfristig ein Stammtisch entwickelt, bei dem wir voneinander lernen können.
PS: Der Vortrag findet im Rahmen der ersten Ausstellung statt
Das Programm der Buchmesse:
SAMSTAG, 02. JUNI 2012
12 Uhr Buchvorstellung: „Georg Lukacs u.a. Verdinglichung, Marxismus, Geschichte.“ Markus Bitterolf
Das einflußreichste Werk von Georg Lukács (1885-1971) ist die Aufsatzsammlung Geschichte und Klassenbewußtsein, ein Grundlagentext des westlichen Marxismus und der kritischen Theorie. 1923 erschienen, sorgte sie sofort für hitzige Kontroversen und brachte Lukács viel Kritik ein: dem sozialistischen Lager war sie zu marxistisch, den Leninisten nicht linientreu genug.
Schon früh distanzierte sich Lukács von diesen Schriften, sowohl unter dem Eindruck ihrer immanenten theoretischen Widersprüche, als auch durch seine eigene Entwicklung zum stalinistischen Kader. An ihrer Wirkung änderte dies allerdings nichts.
Der Band enthält Lukács‘ Aufsätze “Was ist orthodoxer Marxismus?” und “Die Verdinglichung und das Bewußtsein des Proletariats” aus Geschichte und Klassenbewußtsein (mit den Seitenzahlen der Werkausgabe). Darum kreisen die Diskussionsbeiträge.
14 Uhr Lesung: “Leben oder Staudamm“ Ulrike Bürger, Shankar Narayanan
Mehr als 80 Millionen Menschen sind in den letzten fünf Jahrzehnten weltweit durch den Bau großer Staudämme zwangsumgesiedelt worden. Für die indigenen Bevölkerungen sind die Folgen besonders verheerend. Sie werden von ihrem Land vertrieben und ihre traditionelle Lebensweise wird zerstört. Sie müssen dafür kämpfen, völlig unzureichende Landkompensationen oder Entschädigungen zu erhalten. Häufig landen sie in den Slums der Großstädte. Der Widerstand gegen Staudämme braucht unsere Solidarität, denn die Planungen für weitere industrielle Großprojekte im Namen einer fragwürdigen Entwicklungsideologie sind ungebrochen. Am Beispiel der Bewegung zur Rettung der Narmada (NBA), einer der wichtigsten ökologischen Widerstandsbewegungen der letzten Jahrzehnte in Indien, zeigt das Buch, wie der globale Kapitalismus Kämpfe um das Wasser, die Energiegewinnung und industrielle Großmachtambitionen verursacht. Der Widerstand der Menschen an der Narmada gegen die brutalen und manipulativen Repressionsstrategien von Staat und Konzernen ist ein Beispiel für den notwendigen Versuch, die Vielfältigkeit von Lebensweisen gegenüber der sich ausbreitenden Monokultur der Industriegesellschaft zu bewahren.
16 Uhr Vortrag: Frauenfrage in der radikalen Linken. Andrea Trumann
Dass Frauen selbst in linken Gruppen nicht gleichberechtigt sind, ist immer wieder Anlass für Ärger und Auseinandersetzungen auf Plena, sorgt in schöner Regelmäßigkeit für Sexismus-Debatten und führt auch immer wieder zu Spaltungen. Hin und wieder fragen sich die Gruppen auch, warum der Männeranteil bei ihnen so viel größer ist. Die Liste mit Vorwürfen ist lang: Gruppen und Veranstaltungen werden von Männern dominiert. Als anerkannte politische Arbeit zählen nur männliche Tätigkeiten, wie das Schreiben theoretischer Texte oder die Organisation einer militanten Antifa-Demo. Immer wieder kommt es sogar zum Vorwurf des sexuellen Missbrauchs oder der Vergewaltigung. Doch nicht nur in der Praxis, sondern auch in den Theorien der radikalen Linken wird das Geschlechterverhältnis oft ausgeblendet oder erscheint nur als Nebenwiderspruch. Auf der Veranstaltung soll zum einen gezeigt werden auf welchen Ebenen Frauen ausgegrenzt werden, aber auch auf welche Probleme die feministischen Gegenstrategien stoßen und warum der Begriff des Sexismus für eine Kritik am Geschlechterverhältnis nur bedingt tauglich ist.
18 Uhr Lesung: „ Kaltland“ Manja Präkels, Markus Liske, Karsten Krampitz
Die massiven Angriffe auf die Asylbewerberheime in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen, haben sich als Horrorszenarien eines neuen Rassismus nach der Wende in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt. Die Bilder von jubelnden Menschenmassen vor brennenden Häusern, untätigen Polizist_innen und Würstchenbuden für die Zuschauenden gingen um die Welt. Umso bemerkenswerter ist es, dass in den zahllosen Wende-Romanen, die seither erschienen sind, weder die Opfer eine Stimme erhalten noch die Täter_innen eine Rolle spielen. Und schon gar nicht wird die Frage nach den Folgen gestellt.
20 Jahre danach füllt »Kaltland« diese Leerstelle mit Erzählungen und autobiografischen Geschichten.
ab 21 Uhr Soli-Party im Haus Mainusch mit Dj Skaot
SONNTAG, 03. JUNI 2012
12 Uhr Lesung: „ Antifa.“ Mirja Keller, Moritz Krawinkel, Lena Kögler, Jan Schlemmermeyer
In dem Buch, «Antifa – Geschichte und Organisierung», verfolgen die Autor_innen die Vorläufer, Theorien und Praktiken der linksradikalen Antifaschist_innen und erläutern konkret die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gegenwärtigen Ausprägungen, wie Antideutsche, Antinationale oder Bewegungslinke.
Den Leser_innen bietet sich mit diesem Buch die Möglichkeit, Erkenntnisse über bereits erarbeitete und verworfene Theorien sowie Erfolge und Niederlagen der Praxis zu sammeln, was gerade für die moderne, sich im stetigen Wandel befindliche, radikale Antifa von großer Bedeutung ist.
Das Buch hilft dabei, Wissen um die eigene Geschichte zu erlangen, damit das Rad nicht immer neu erfunden werden muss. Stattdessen können die Leser_innen die Entwicklung einer gesellschaftlich wirksamen, emanzipatorischen Bewegung vorantreiben.
14 Uhr Lesung: „ Zuflucht in einem fremden Land“ Sonja Wegner
Exil in Uruguay 1933-1945. Vortrag und Lesung zum Thema Flüchtlingspolitik in den 1930er Jahren und die Lehren für die heutige Zeit.
Uruguay, das kleinste Land Südamerikas (damalige Bevölkerung etwa 2,2 Mio.) hat in der Zeit von 1933-1943 etwa 10.000 deutschsprachige, überwiegend jüdische Flüchtlinge
aufgenommen, die größtenteils in der Hauptstadt Montevideo geblieben sind. Wie ist das Land damit umgegangen und welche klaren Lehren können wir daraus heute noch ziehen?
16 Uhr Lesung: „Im Namen des Flummiballs“ Christof Neubauer
Skurrile, ätzende, widerliche, menschenverachtende – kurz: Ganz normale Geschichten aus dem Gerichtsalltag.
Das Büchlein zeigt anhand etlicher kurzer Anekdoten, wie rücksichtslos Justiz bei der Abstrafung und Disziplinierung von Menschen vorgeht. Dabei gerät der Strafwahn mitunter deutlich ins Lächerliche, wird aber mit der arroganten Pose von Robe und Uniform durchgesetzt.
18 Uhr Buchpräsentation: „Antiziganistische Zustände 2.0“ Agnes Krol, Benedikt Wolf
Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse.
Historisch und bis heute haben antiziganistische Diskriminierungs- und Verfolgungsmaßnahmen, kulminierend in der nationalsozialistischen Massenvernichtung, zumeist verheerende Auswirkungen auf als ›Zigeuner‹ stigmatisierte Menschen gehabt. Ideologisch spielen antiziganistische Muster eine zentrale Rolle ebenso in völkischer Ideologie wie in bürgerlicher Identitätsbildung. Eine Kritik des Antiziganismus muss somit als notwendiger Bestandteil einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik angesehen werden.
Aus einer Perspektive der Kritik an der Mehrheitsgesellschaft versucht dieser Band bisherige Debatten fortzusetzen und dabei eine Verknüpfung von theoretischer Begriffsbildung, historischer Darstellung und empirischer Analyse zu leisten. Die Breite der Beiträge soll dabei als Stärke verstanden werden, die es ermöglicht, die Kritik des Antiziganismus zu schärfen und Ansatzpunkte für eine Intervention aufzuzeigen.
Liebe Freunde des Nordhafens,
am 1. Juni 2012 lädt das Medienzentrum zum Tag der offenen Tür ein. Die circa 30 angesiedelten Unternehmen der Kreativwirtschat gewähren einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Büros auf dem ehemaligen Industriegelände. Ganz ohne Berührungsängste gibt es endlich Antworten auf brennende Fragen: Was machen Designer, wenn sie nicht mehr studieren? Und wie richten Innenarchitekten eigentlich ihre Büros ein? Gibt es tatsächlich freilaufende Texter? Tragen alle Kreativen Nerd-Brillen?
Im Rahmen findet von 14 bis 16 Uhr das Finale des Gründerwettbewerbs „Leinen Los” statt. Hier werden dem Publikum nicht nur spannende und frische Geschäftskonzepte vorgestellt, sondern es darf auch aktiv zusammen mit einer professionellen Jury über den Gewinner des Medien-Dienstleistungspaket entscheiden.
Danach öffnen die kreativen Köpfe des Nordhafens ihre Türen. Egal ob Fotografie und Film, Text, Marketing und Werbung oder Programmierung, Innenarchitektur und Grafikdesign — über 60 Kreative möchten sich und ihre Arbeit vorstellen. Spannende Einblicke sind garantiert.
Als passenden Abschluss gibt’s noch die große Sause: Ab 21 Uhr wird auf dem Gelände gefeiert, was das Zeug hält. Drei Top-DJs heizen auf der Nordhafen-Party den Gästen ein und machen die Nacht zum Tag.
Das Open Ohr Festival auf der Zitadelle steigt in wenigen Tagen an Pfingsten.
Auf das Motto „Rien ne va plus“ aus dem Vorjahr folgt dieses Jahr „System neu starten?“ mit den weltweiten Protestbewegungen und der allerorts brodelnden Aufbruchsstimmung.
Mit dabei sind u.a.: Die Sterne, Babylon Circus, Horst Evers, Landungsbrücken Frankfurt, Erland and the Carnival, Misteur Valaire, Mathias Tretter, Agora Theater, Jaune Toujours, Improtheater Schmidt´s Katzen, Sebastian Krämer, Esther Saoub, Subvasion, Philip Bölter,
Dub a la Pub, Company urbanReflects und viele mehr.
Um einen Eindruck des vielfältigen Programms des 38. OPEN OHR Festivals zu vermitteln, hier einige Veranstaltungshinweise für die vier Pfingsttage:
Wortveranstaltungen
Des Weiteren findet im Rahmen des Open Ohr Festivals am Sonntag, den 27. MAI ein POETRY SLAM statt!
Die Aufstände in der arabischen Welt werden immer wieder als Startschuss für die weltweiten Protestbewegungen im Jahr 2011 dargestellt. Ausgehend von der Revolution in Tunesien, rollte eine Welle des Protests durch Nordafrika und den Nahen Osten. Jetzt, über ein Jahr später, stehen die Fragen nach den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, dem „Ergebnis“ und den „Gewinnern“ der Revolutionen im Raum. Auf dem Podium „Arabellion – Aufbruch in eine neue Zukunft?“ möchten wir u.a. mit Esther Saoub, SWR Fachredaktion Religion, Kirche und Gesellschaft über die jetzige Situation in diesen Ländern und deren Zukunft diskutieren. Aktuelle Geschehnisse, Aufrufe und Proteste werden schnell und ungefiltert im Internet verbreitet – jeder kann mit einem Klick daran teilhaben und sich mitteilen. Auf dem Podium „Eine Medienrevolution? Die ‚Netzgemeinde‘ und die ‚Qualitätsmedien‘ unter sich“, möchten wir u.a. von Alvar Freude, Mitglied der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages erfahren, wie ausschlaggebend die neuen Medien für die Protestbewegungen sind und welche Rolle die klassischen Medien dabei einnehmen.
Bei der Podiumsveranstaltung „Europa am Abgrund – Empörung ohne Wirkung“ geht es
insbesondere um die Rolle Deutschlands innerhalb der EU während der aktuellen
Protestbewegung. Zweifel an dem einst so sicheren Zusammenschluss der EU kommen auf. Was tun und wie weit geht die Solidarität in der EU? Es wird die Frage nach Verantwortung gestellt und wo ihre Grenzen liegen. Diesen und weiteren Fragen stellen sich im Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Leif, Chefreporter Fernsehen SWR Mainz u.a. der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling; Daniel Köbler, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz; Gerhard Hohmann, Wirtschaftjournalist beim SWR.
Musik
Am Freitagabend präsentiert die OPEN OHR Projektgruppe u.a. die Band Babylon Circus.
Die Konzerte der zehnköpfigen Formation gleichen einem berauschenden Spektakel und sie werden die Bühne in einen richtigen Zirkus verwandeln. Ihr Musikstil ist eine paradoxe Mischung aus Ska, Reggae, Jazz, Punk, Klezmer und französischem Chanson. Ihre Texte handeln vom politischen Widerstand – ihre Botschaft: Jeder Einzelne kann etwas verändern – man muss es nur wollen!
Die Hamburger Lieblingsband Die Sterne machen am Samstagabend auf dem OPEN OHR
Festival Disco! Vieles hat sich in den letzten Jahren getan bei den Hamburger Jungs, aber ihre konsequente Fortführung der altbekannten Sterne-Leidenschaft für Tanzbares – eine liebevolle Verbeugung vor Disco, House und Pop – wird nach wie vor geboten und bleibt unverwechselbar. Ihre Texte erzählen mit dunkler Ironie von einer Welt der Ladenschlusszeiten und Psychosen, der Verortung des Individuums in einer globalisierten Umgebung und dem Willen nach Ekstase.
Mit dem jungen Mann namens Mujuce aus Moskau reist ein Musiker an, der den Drususstein auf der Mainzer Zitadelle mit seinen innovativen und atmosphärischen, elektronischen Klängen verzaubern wird. Seine Experimentierfreude macht Lust auf mehr. Mit seinen außergewöhnlichen digitalen Kompositionen verschiebt Mujuice die Grenzen der elektronischen Musikproduktion.
Hinter dem Namen Dub à la Pub verbergen sich zehn Musiker aus Augsburg, deren Sound von Reggae über Ska bis hin zu Dubstep reicht. Doch auch vor Jazz, Funk und Rock machen sie nicht Halt. Die kreativen Köpfe tourten mit Gentleman, spielten auf dem Chiemsee Reggae Summer, dem Summerjam und bereisten ganz Europa – nun werden sie die Mainzer Zitadelle zum Tanzen bringen.
Für den Platz des Local Openers hat sich die OPEN OHR Projektgruppe dieses Jahr den Sänger Phil Fill und dessen Band ausgesucht. Phil Fill, alias Philipp Rittmannsperger, ist Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Produzent. Mit Funk, Rock, Elektro, Pop und Hip Hop wird er den OPEN OHR Besuchern ordentlich einheizen.
Im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz wird dieses Jahr das moderne Jazzquartett „Vier Haben Recht“ der Saxophonistin Kerstin Haberecht den Drususstein beschallen. Wie man schon dem Titel entnehmen kann, handelt es sich um vier Musiker, die es trotz ihrer unterschiedlichen Eigenkompositionen schaffen, zu einer interessanten Einheit zu verschmelzen und die Musik für sich sprechen zu lassen.
Weitere musikalische Highlights, die es nicht zu verpassen gilt, sind u.a.: Misteur Valaire aus Montréal; die britische Indieband Erland & the Carnival; der Singer Songwriter Philip Bölter; die Elektro und Drum´n´Bass Band Subvasion; die Rockband Baddies aus England; die außergewöhnliche Musikkombo Siyou´n´Hell; die zwei lustigen Liedermacher Simon & Jan und viele mehr.
Theater
Was passiert, wenn die Revolution ein bereits erzählter alter Witz ist? In „Dantons Tod“ öffnen die Landungsbrücken Frankfurt Assoziationsräume für die Beschäftigung des Zuschauers mit Politik und Revolution. Inszeniert wird Büchners Text musikalisch-schrill, skurril und gleichzeitig lustvoll scheiternd.
Den Anfang des Theaterprogramms macht das Materialtheater mit den „Drei Affen“ aus dem Dingda-Land. Sie erzählen eine Parabel vom Aufstand der Dinge und über den Materialismus und seine Folgen. Mensch und Ding leben in schönster Harmonie miteinander. Jedes Ding wird mit viel Liebe und Sorgfalt gehegt und gepflegt. Im Gegenzug dazu tun die Dinge ihrerseits alles, um dienlich zu sein. Doch dieser paradiesische Zustand hält nicht lange an.
Ritter Parcival, der tumbe Held aus dem mittelalterlichen Epos von Wolfram von Eschenbach, begab sich auf die Suche nach dem heiligen Gral. Doch wofür steht dieser Gral? Und ist die Idee einer Gralssuche auch heute noch aktuell? Diese und andere Fragen dienen der Company urbanReflects als Ausgangspunkt für ihre Recherche. Als Antwort bietet sie energiegeladene Choreographien in sich stets wandelnden, medialen Bühnenbildern.
Es werden weitere, unvergessliche Theatererlebnisse geboten, u.a.: Das Improtheater Schmidt´s Katzen, das Agora Theater mit Heute:Kohlhaas und das Schattentheater Vagantei Erhardt.
Kabarett
Der große Geschichtenerzähler Horst Evers erhielt 2008 im Mainzer Unterhaus den Deutschen Kleinkunstpreis. Seine Geschichten haben das besondere Gespür für Humor, der voller Phantasie und ausgesprochen flink daherkommt. In seinem vierten Soloprogramm „Großer Bahnhof“ vereint er in seinen Erzählungen komisches Mienenspiel und rhetorische Raffinesse.
Mathias Tretter gehört zu den „jungen Wilden“ des deutschen Kabaretts. In seinem vierten Soloprogramm „Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein!” fürchtet er um unser aller Privatsphäre. Jeder postet, twittert, skypet und simst sich um den Verstand – da gilt es, Freundschaft neu zu definieren. Das System kann nur mit den eigenen Mitteln geschlagen werden: Revolution in Deutschland? Das muss eine Facebook-Party sein!
Außerdem mit von der Partie: Sebastian Krämer, sowohl Sänger und Dichter, als auch
Chansonnier und Kabarettist mit seinem Programm „Akademie der Sehnsucht“ und der Mainzer Kabarettist Markus Höffer-Mehlmer alias Büb Käzmann, das einzige Ein-Mann-Kabarett-Kollektiv der Welt.
Vorverkauf & Preise:
Der Vorverkauf für das 38. OPEN OHR Festival hat begonnen. Ab sofort können Dauerkarten online über das Internet, per Telefon oder über die bekannten Vorverkaufsstellen gekauft werden. Ausführliche Infos hierzu unter: www.openohr.de
Bitte beachten: Tageskarten gibt es weiterhin nur an der Tageskasse. Der Eintrittspreis für eine 4-tägige Dauerkarte für das 38. OPEN OHR Festival liegt im Vorverkauf bei 34,-€ incl. aller Gebühren, an der Tages- und Abendkasse bei 35,- €. Eine Tageskarte für Freitag, Samstag oder Sonntag kostet jeweils 20,00 €. Eine Tageskarte für Montag kostet 10,00 €. Sozialausweisinhaber zahlen an der Tages- und Abendkasse jeweils die Hälfte des Eintrittspreises. Kinder bis einschließlich 13 Jahre haben freien Eintritt!
Achtung! Neue Regelung für den Zeltplatz: Um auch weiterhin Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände für unsere Besucher anbieten zu können, mussten wir aufgrund zunehmenden Missbrauchs und
Vandalismus einiger Besucher, sowie zahlreicher Beschwerden, die Regeln für die Zeltplätze ändern. Da dem Amt für Jugend und Familie das notwendige Personal nicht mehr zur Verfügung steht, wird ab diesem Jahr ein privater Anbieter den Zeltplatz und den Wohnmobilplatz auf dem Sandplatz betreiben und den Vorverkauf der Zeltplatztickets und der Parkkarten für Campingbusse durchführen. Die Kosten für eine Zeltplatzkarte belaufen sich auf 15,- Euro (Müllpfandmarke im Wert von 2 Euro inklusive), ein Campingbus auf dem Zeltplatz kostet zusätzlich 3,- Euro. Jeder Zeltplatz-Gast benötigt ein Zeltplatzticket. Ein Wohnmobilplatz auf dem Sandplatz kostet 30,- Euro (auch hier inklusive 4,- Euro Müllpfand) pro Campingbus – incl. aller Personen, die in diesem
nächtigen. Die Zeltplätze an der Windmühlenstraße und der Wohnmobilplatz auf dem Sandplatz öffnen am Freitag um 11:00 Uhr. Alle ausführlichen Infos und Regeln sowie die Hinweise zum Vorverkauf von Zeltplatztickets sind auf www.openohr.de genau nachzulesen.
Welche Herausforderung stellt die „Digitale Revolution“ für unsere heutigen Kulturen und Gesellschaften dar? Inwiefern tragen neue Kommunikationstechnologien zur Schaffung von neuen Formen des Wohlstands in unserer Gesellschaft bei? Mit Prof. P. Musso und Dr. O. Voirol stehen sich zwei Experten gegenüber, die über diese Frage sowohl aus theoretischer als auch aus technisch-praxisbezogener Perspektive debattieren werden. Die Moderation hat Johannes Wetzel, Kulturkorrespondent in Paris.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg-Museum Mainz, demStudium Generale der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und im Rahmen des „Mainz Media Forums“ (Mainzer Medien Institut).
Das erste Mainzer Improvisationstheater Festival 2012
Im Mai ist es endlich soweit. Musenkuss veranstaltet das erste Impro Festival in Mainz.
An drei Abenden machen Spieler aus Mainz und Umgebung den Theaterraum P1 im Philosophicum auf dem Unicampus zum kreativen Zentrum improvisierten Theaters.
Programm:
Donnerstag 17.05.2012
- 20h Open Stage
- 22h Kurzfristig Eingesprungen vs. Square
Freitag 18.05.2012
- 20h Musenkuss vs. Die Schlaraffen
Samsag 19.05.2012
- 20h Impro-Olymp – Mainz sucht den besten Spieler
Ort:
Philosophicum P1, Jakob-Welder-Weg 18, Unicampus Mainz
Tickets:
Abendkasse: 7,-/5,- ermäßigt
Vorverkauf: 3-Tages-Festival-Ticket plus kleines Geschenk: 14.-/10,- ermäßigt

Jagd auf Inspiration machen – das können alle Begierigen am Donnerstag, den 17. Mai und Freitag, den 18.Mai auf der Collagenausstellung im Atelier Zukunft, Bingerstraße 22. Der Eintritt ist frei.
Zwei- und dreidimensionale Collagen in verschiedenen Techniken und Stilen gibt es an beiden Tagen ab 14 Uhr zu entdecken.
Am Donnerstag ab 19 Uhr lädt eine „Bring Your Own Beamer“–Installation ein, (selbstgemachte) Kurzfilme und Clips mitzubringen, die an die Wand collagiert werden. Eigene Laptops und Beamer dürfen da nicht fehlen, ein paar stellen aber auch die Veranstalter.
Parallel dazu steigt „Bring your own Wiener“, ein Grillabend zu dem alle hungrigen Jäger ihr Fleisch und gesammeltes Grillgemüse mitbringen können.
Futuristisch-antik-elektronisch-manuelle Töne klingen am Freitagabend des 18. Mai. Ab 21.30 Uhr heizen die wunderbaren „Fnessnej“ aus Darmstadt die Stimmung auf. Sie bespielen Schlag- und Saiteninstrumente, antike Computergeräte und Keyboards – bis spät in die Nacht.
Weitere Infos zu „Bring your own Beamer“ und zur Band unter: http://www.byobworldwide.com/ und http://fnessnej.de/
Donnerstag, 17.5.
ab 14.00: Collagenausstellung
ab 19.00: „Bring Your Own Beamer“–Installation
„Bring Your Own Wiener“–Grillabend
Freitag, 18.5
ab 14.00: Collagenausstellung
ab 21.30: FNESSNEJ (Darmstadt)
danach DJ Nil Zo und DJ Robothko
Die Kunsthalle Darmstadt zeigt noch bis zum 26. August 2012 die Ausstellung “Mensch Maschine. Automatenseelen – Seelenautomaten”.
Die Ausstellung “Mensch Maschine” präsentiert die Motive Arbeitsalltag, Industrie und Maschine auf scheinbar paradoxe Weise: Bei “Mensch Maschine” begegnen sich Automatenseelen und Seelenautomaten. Künstler verschiedener Generationen nutzen befremdliche Verkehrungen, um die alltägliche Symbiose von Mensch und Maschine plastisch vor Augen zu führen: Menschen sind in automatisierte Produktionsabläufe eingepasst, Maschinen wiederum erscheinen als Träger vitaler Energie und spiegeln die Historie der Gesellschaft.
Die Schau zeigt so, dass Maschinenwelten jenseits aller Zweckrationalität fortlaufend einen symbolischen Mehrwert produzieren – und dass sie mit dem Thema Phantasie eng verwandt sind.
FREITAG, 11. Mai 2012:
19.00 Uhr Meet & Beat
19.30 Uhr | Menschenhund
„Seht ins Licht, Ihr Hunde!“ (Blues-Predigt-Performance)
21.15 Uhr | Marcus Roloff
„Im toten Winkel des Goldenen Schnitts“ (Lyrik)
22.15 Uhr | Verleihung des Goldenen Gonzos
Moderiert von Melanie Oehl. Special Guest: August Priebe
23.30 Uhr | Ausklang an der Whiskey-Piano-Bar
SAMSTAG, 12. Mai 2012:
20.00 Uhr | Jens Friebe
„Pop Songs for old Folks“ (Musikkolumnen)
21.30 Uhr | Jörg Sundermeier
„Der letzte linke Student“ (Kolumnen)
22.45 Uhr | Jan Off
„Happy Endstadium“ (Roman)
Dann | Burn After Reading
Party mit Pension Schizzo und klamauk DJ Team
SONNTAG, 13. Mai 2012:
17.00 Uhr | Klaus Bittermann
„Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol“ (Prosa)
18.30 Uhr | Kersten Flenter
Lyrik & Erzählungen
20.00 Uhr | Jan Egge Sedelies
„Die Revolution im Veranstaltungsmagazin“ (Romanfragment)
21.30 Uhr | Ralf König
„Der dicke König“ (Comic-Lesung)