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SUMMARY:PLACE OF CARDS
DESCRIPTION:ab 08. Mai in der Online-Kunstgalerie ART DOMAINZ      10 Künstler*innen wurden eingeladen\, eine Karte im Format DIN A5 zu folgendem Thema zu gestalten:    Die Kunst bleibt frei | Kunst bleibt Viele    Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume\, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist plural. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle\, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!  Der rechte Populismus\, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift\, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen\, wollen in Spielpläne eingreifen\, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.    Sabine Amelung | Brandstifter | Astrid Eisinger | Nicole Heidel | Sandra Heinz | Nikolas Hönig | Stefanie Manhillen | Oktoober | Susanna Storch | Nicolaus Werner          Presseartikel | Marianne Hoffmann | Allgemeine Zeitung Mainz:    MAINZ (maho). Die Corona Pandemie beherrscht das Weltgeschehen und  die Medien. Dabei vergessen wir\, was nicht nur Deutschland vor der  Pandemie beschäftigt hat: der Rechtsruck\, der auf dem     Vormarsch ist. Damit diese unhaltbare Entwicklung nicht in  Vergessenheit gerät\, haben sich die Initiatoren der Kulturbäckerei\, die  Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum in der Mainzer     Neustadt e.V.\, eine besondere Ausstellung einfallen lassen. Unter  dem Titel „Place of cards“ haben sie 10 Künstler*Innen eingeladen\,  Kunstwerke in Postkartengröße zum Thema „Rechts“ für die     Ausstellung einzureichen. Vorausgegangen ist eine Petition einer  Berliner Initiative unter dem Titel „Die Vielen“\, die für  Diskussionsstoff im Vorstand der Kulturbäckerei gesorgt hat. "Die     Vielen" beziehen sich dabei auf das Jubiläum "75 Jahre Kriegsende."  Das überzeugte und was in der Petition steht: „Mit Diskussionen\,  Veranstaltungen\, Aktionen gestalten die Unterzeichnenden eine     Kampagne und gemeinsam mit den Unterstützenden beteiligen sie sich  an der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und  Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle.     Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin zum Mai 2019“. Die Kulturbäckerei  hat diese Erklärung für Rheinland-Pfalz unterzeichnet. „ Der rechte  Populismus\, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser     gesellschaftlichen Vision angreift\, steht der Kunst der Vielen  feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören  Veranstaltungen\, wollen in Spielpläne eingreifen\, polemisieren gegen     die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der  Kultur“\, so der Subtext zur Ausstellung. In einem Videofilm auf der  Seite der Kulturbäckerei werden die einzelnen Kunstwerke\,     ohne jegliche \,wortreiche Erklärungen\, vorgestellt. Sie sollen und  sie können für sich sprechen. So präsentiert Susanna Storch ein völlig  neues Werk\, das realistisch gemalt ist und sich auf eine     reale Politszene bezieht\, die für einiges Aufsehen in Deutschland  gesorgt hat. Statt FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Wahlerfolg in  Thüringen zu gratulieren\, schmeißt die Landesvorsitzende der     Linken\, Susanne Hennig-Wellsow\, Kemmerich den Blumenstrauß vor die  Füße. Der Protest richtete sich dagegen\, dass Kemmerich mit den Stimmen  der AFD gewählt wurde. Mit diesem Werk verlässt Susanna     Storch ihr gewohntes Themenfeld\, die Hausfassaden\, und malt ein  brisantes Thema mit meisterlicher Leichtigkeit. Sandra Heinz \, auch sie  in Mainz keine Unbekannte\, erklärt zur Ausstellung „Place     of cards“ : „Für das Projekt habe ich eine Fotoarbeit gestaltet\, die  sich  auf meinen Zyklus: „Unantastbar“ bezieht. Eine Serie von  Material-Unikatdrucken von Hemden\, die sich auf Artikel 1     der Grundrechte verweisen. Für meine Arbeit\, habe ich In das Foto  von einem dieser Hemden einen Button mit der Aufschrift: Die Kunst  bleibt frei! eingefügt“. Brandstifter ist immer für eine     politische Aussage gut\, und so bezieht sich sein fotografiertes  Selbstporträt auf sein eigene Freiheit. Astrid Eisinger ebenfalls aus  Mainz hat des „Pudels Kern“ gefunden\, Sabine Amelung hat     „XPinselstriche“ zu einem Bild vereint\, Stefanie Manhillen lässt ein  beinahe königliches Antlitz über diese Entwicklungen staunen „Ach“\,  Nicolas Hönig zeigt die „Morgenstund“ als     Hirschmenschwesen\, oder wie sagt man: nicht Fisch\, nicht Fleisch\,  „eyes wide shot“ bei Oktoober\, filigran und hauchzart\, wie feinste  Brüsseler Spitze\, Nicole Heidel zeigt fliegende Muscheln über     strengem Untergrund „Differenz“ und Nicolas Werner führt den  Betrachter zu einem „Ort für die Andern“. Jürgen Waldmann aus dem  Vorstand der Kulturbäckerei\, bedauert\, dass das es nicht wie geplant     zu den Projekttagen gekommen ist\, denn die 10 Postkarten sollten\, in  einer Auflage von 10\, an 10 Tagen an 10 kulturellen Orten in Mainz  gezeigt werden. Aber Corona hat das Projekt vorerst auf Eis     gelegt. „Ich hoffe\, dass wir im Juni die Projekttage nachholen  können\, wir hoffen auch\, dass dann das Staatstheater wieder geöffnet hat  und der Mainzer Kulturbetrieb wieder in der Normalität     angekommen ist“. Bis dahin kann man sich an dem gelungenen Film  erfreuen und sich gleichzeitig für die Freiheit der Kunst und gegen  Rechts engagieren.      Zu einem späteren Zeitpunkt: Die Karten werden in einer Auflage von jeweils 10 Stück gedruckt und  an 10 verschiedenen Orten in Mainz präsentiert: auf fünf öffentlichen  Plätze in der Neustadt und in fünf Mainzer     Kultureinrichtungen\, die ebenfalls Unterzeichnerinnen der  rheinland-pfälzischen Erklärung "Die Vielen" sind. Mehr Infos unter: www.kulturbaeckerei-mainz.de/kunstgalerie-art-domainz.
LOCATION:Karoline-Stern-Platz 
URL:https://www.pengland.de/event/place-of-cards/
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